Patenporträts

 

Patenschaft Paul und PeterHallo, wir sind Paul, 11 Jahre jung, und Peter, 30 Jahre alt :) Seit letztem Jahr ist Peter der 'große Freund' von Paul, also sein Pate.

Wir treffen uns im Schulclub in der Pettenkoferstraße und spielen mit Lego. Zurzeit bauen wir eine Weltraumstation. Auch am Computer haben wir mit einem Lego-Programm  die tollsten Fahrzeuge und Häuser gebaut.

Im Sommer sind wir mit unseren Fahrrädern durch Friedrichshain und Lichtenberg gefahren, z.B. zur Parkaue sowie zur Rathausschule in der Rathausstraße.

Letztes Jahr im Winter haben wir Plätzchen mit Zuckerguss und bunten Streuseln und Schokoladenstreuseln gebacken. Demnächst wollen wir einmal einen Kuchen backen.

Im Schulclub spielen wir auch Gesellschafts- und Brettspiele, wie zum Beispiel Coco Crazy oder das Lego Super-Speedway-Game.

Neulich waren wir mit den anderen Patenkindern und PatInnen paddeln auf der Alten Müggelspree und in ‚Klein-Venedig‘. Das hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn wir sehr nass geworden sind ☺ Danach haben wir zusammen gegrillt und gespielt.

Für den Herbst und Winter haben wir uns entschlossen, öfter schwimmen zu gehen!

Jetzt müssen wir aber los, da Paul Peter was im Internet zeigen will!

Liebe Grüße von

Paul & Peter

 

 

Neben den Patenschaften des Monatas haben wir im Mai einen Clip gedreht, in dem sich 3 Patenschaften vorstellen.

Wir wollen damit auch auf diesem Wege zeigen wie abwechslungsreich die Patenschaften sind.

 

Magdalena & Steffi

–  Rituale schaffen Freunde –

Ein gutes Matching ist in der Anbahnung von Patenschaften wichtig. Zum Glück hat Paten von nebenan Karin, deren Matchmaker-Skills nahezu legendär sind. Wie sie das macht – das fragen sich so manche. Dass es klappt, bestätigen jedoch alle, wie das Beispiel von Steffi und Patenkind Magdalena zeigt:

Mein Ursprungsgedanke für eine Patenschaft war, etwas mit Kindern zu machen – dabei hatte ich mich gar nicht dezidiert für eine Patenschaft interessiert. Mir war es wichtig, ehrenamtlich zu arbeiten.

Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft: Das Rote Rathaus

Dafür war ich im April 2010 auf dem „Markt der Möglichkeiten“ im Roten Rathaus und habe dort Karin am Stand von „Kinder von nebenan“ e.V. kennen gelernt. Wir haben uns unterhalten und gleich einen Termin ausgemacht, weil Karin der Meinung war, dass sie für mich ein Patenkind hat, das genau zu mir passen würde.

Quod errat demonstrandum

Und letztlich passt es auch sehr gut, Karins Eindruck hat also tatsächlich gestimmt. Ich bin mal die große Freundin und mal die Paten-Oma. Dass ich ‚alt’ bin und sie mir das ungeniert sagen kann, darüber freut sie sich manchmal sehr. Ich glaube, diese Lockerheit im Umgang zu lernen ist etwas, was ihr auch gut getan hat. Man merkt manchmal, dass sie Angst hat, Dinge falsch zu machen und wenn ich ihr dann signalisiere, alles halb so wild, kann sie sich auch entspannen und viel Spaß haben. Anfangs musste sie mich natürlich erstmal kennen lernen – aber als neulich andere Mädchen neidisch fragen kamen, wer ich denn sei, hat sie mich schon als „meine große Freundin“ vorgestellt.

Vertrauen – immer wieder neu

Unser erstes Treffen war im Mai 2010. Toll war, dass wir nach den langen Sommerferien gar keine Anlaufschwierigkeiten hatten, sondern gleich wieder ganz vertraut miteinander waren. Ich habe gemerkt, dass ihr die Ferien gut getan haben.

Unsere Treffen leiten wir eigentlich immer mit gemeinsamem Essen ein. Währenddessen ist das Vorlesen ein fester Bestandteil. Wir haben den „Zauberer der Smaragdenstadt“ gelesen und nun auch die DVD zum „Zauberer von Oz“ geschaut.
Dass sie den Umgang mit einer „großen Freundin“ auf Augenhöhe kennen lernen kann, unsere Patenschaft selbst mit gestaltet und die Ausgestaltung der Treffen mit bestimmen kann – und dass das in ihrem Alter auch gelingt –, das ist für uns ein wichtiger Bestandteil unserer Beziehung.

 

 

Patenschaft beim KiezfestDer Anfang meiner Patenschaft war ein kleiner Sprung ins kalte Wasser: Eigentlich dachte ich, eine Patenschaft wäre nicht unbedingt das Richtige für mich, weil ich immer viel unterwegs bin und beruflich noch nicht genau wusste, wie sehr ich in der Zukunft eingespannt sein würde. Mittlerweile ist die Patenschaft mit Christin zu einem festen Bestandteil geworden – auch was meine Freizeit angeht. Insgesamt ist es für mich sehr schön, zu sehen wie sich das Verhältnis zwischen uns beiden immer weiter aufbaut, so dass wir zunehmend auch über private Dinge und unsere Leben sprechen und dabei immer wieder Parallelen finden.

Unsere Patenschaft hat als Lesepatenschaft begonnen. Ich finde es sehr schön zu sehen, dass Christin nach und nach davon abkommt, nur Lesen lernen zu wollen. Stattdessen beginnt sie, das gemeinsame Kennenlernen von Geschichten mehr als Teil der Freizeit wahrzunehmen. Momentan lesen wir Burratino: der Held der Geschichte ist manchmal ganz anders als alle anderen. Er macht seine eigenen Erfahrungen und ordnet sich nicht immer unter. Mit dieser Geschichte lernen wir tolle Möglichkeiten kennen, wie man sich außerhalb fester vorgegebener Normen bewegen und auch mal ausbrechen kann.

Für mich ist die Patenschaft spannend, weil Christin ein Mensch ist, mit dem ich normalerweise in meinen festen Strukturen nicht konfrontiert werden würde. Durch den Schulclub hatte ich die Chance jemanden kennenzulernen, den ich in meinem Freundeskreis vielleicht nicht näher kennengelernt hätte.

Ich glaube umgekehrt ist es für Christin auch spannend, mich kennenzulernen und sich mit mir auszutauschen – über „Frauenprobleme“, persönliche Wünsche und Ideen zu reden und am Wochenende auch im Kiez am Leben teilzunehmen.

 

 

 

Das erste Mal habe ich Milena getroffen, als sie mir von Karin im Patenbüro Milena und Maya beim Faschingvorgestellt wurde. Die Sympathie war gleich da und so hat sie mir beim ersten Patentreffen erst mal alle ihre Spielplätze gezeigt und was sie dort immer mit Freunden spielt. Im Laufe der Patenschaft haben wir immer mehr Gemeinsamkeiten entdeckt, so sind wir beide ziemlich kreativ und lieben alles rund um die Musik. Zu unseren Lieblingsbeschäftigungen gehören damit Singen, Tanzen, Gitarre und Klavier. Aber wir stöbern auch gerne durch die Geschäfte, probieren einfach alles aus und phantasieren, was wozu passt und was man damit machen kann. Wir freuen uns schon sehr auf den Sommer, um baden zu gehen, Picknicks zu machen und wieder mehr auf Wiesen zu spielen. Für mich sind diese Treffen eine wunderbare Möglichkeit, in die heutige Welt der Kinder zu blicken und auch selbst mal wieder spielen und rumblödeln zu können. Ich wollte einfach wissen, ob das meist negative Bild, das durch die Medien über unsere Jugend vermittelt wird, tatsächlich stimmt, und wenn ja, den Jugendlichen helfen und den Druck (z.B. durch Gruppenzwang) nehmen. Ich bin sehr beruhigt, dass in Milenas Umfeld dieses Bild nicht so zutrifft, ich habe allerdings auch schon mit Jugendlichen in sogenannten sozialen Brennpunkten gearbeitet. So eine Patenschaft ist eine wunderbare Möglichkeit, ein bisschen Wissen und Erfahrung weiter geben zu können, ein Kind z.B. ein Stück durch die Pubertät zu begleiten. Ich denke oft, ach hätte mir das doch damals jemand vorher gesagt und mir noch einen Tipp für so manche erste tolpatschige Teenager-Erfahrung gewünscht.

Maya (32) seit zehn Monaten Patin von Milena (10)

 

 
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