
Magdalena & Steffi
– Rituale schaffen Freunde –
Ein gutes Matching ist in der Anbahnung von Patenschaften wichtig. Zum Glück hat Paten von nebenan Karin, deren Matchmaker-Skills nahezu legendär sind. Wie sie das macht – das fragen sich so manche. Dass es klappt, bestätigen jedoch alle, wie das Beispiel von Steffi und Patenkind Magdalena zeigt:
Mein Ursprungsgedanke für eine Patenschaft war, etwas mit Kindern zu machen – dabei hatte ich mich gar nicht dezidiert für eine Patenschaft interessiert. Mir war es wichtig, ehrenamtlich zu arbeiten.
Der Anfang einer wunderbaren Freundschaft: Das Rote Rathaus
Dafür war ich im April 2010 auf dem „Markt der Möglichkeiten“ im Roten Rathaus und habe dort Karin am Stand von „Kinder von nebenan“ e.V. kennen gelernt. Wir haben uns unterhalten und gleich einen Termin ausgemacht, weil Karin der Meinung war, dass sie für mich ein Patenkind hat, das genau zu mir passen würde.
Quod errat demonstrandum
Und letztlich passt es auch sehr gut, Karins Eindruck hat also tatsächlich gestimmt. Ich bin mal die große Freundin und mal die Paten-Oma. Dass ich ‚alt’ bin und sie mir das ungeniert sagen kann, darüber freut sie sich manchmal sehr. Ich glaube, diese Lockerheit im Umgang zu lernen ist etwas, was ihr auch gut getan hat. Man merkt manchmal, dass sie Angst hat, Dinge falsch zu machen und wenn ich ihr dann signalisiere, alles halb so wild, kann sie sich auch entspannen und viel Spaß haben. Anfangs musste sie mich natürlich erstmal kennen lernen – aber als neulich andere Mädchen neidisch fragen kamen, wer ich denn sei, hat sie mich schon als „meine große Freundin“ vorgestellt.
Vertrauen – immer wieder neu
Unser erstes Treffen war im Mai 2010. Toll war, dass wir nach den langen Sommerferien gar keine Anlaufschwierigkeiten hatten, sondern gleich wieder ganz vertraut miteinander waren. Ich habe gemerkt, dass ihr die Ferien gut getan haben.
Unsere Treffen leiten wir eigentlich immer mit gemeinsamem Essen ein. Währenddessen ist das Vorlesen ein fester Bestandteil. Wir haben den „Zauberer der Smaragdenstadt“ gelesen und nun auch die DVD zum „Zauberer von Oz“ geschaut.
Dass sie den Umgang mit einer „großen Freundin“ auf Augenhöhe kennen lernen kann, unsere Patenschaft selbst mit gestaltet und die Ausgestaltung der Treffen mit bestimmen kann – und dass das in ihrem Alter auch gelingt –, das ist für uns ein wichtiger Bestandteil unserer Beziehung.