Das erste Mal habe ich Milena getroffen, als sie mir von Karin im Patenbüro
vorgestellt wurde. Die Sympathie war gleich da und so hat sie mir beim ersten Patentreffen erst mal alle ihre Spielplätze gezeigt und was sie dort immer mit Freunden spielt. Im Laufe der Patenschaft haben wir immer mehr Gemeinsamkeiten entdeckt, so sind wir beide ziemlich kreativ und lieben alles rund um die Musik. Zu unseren Lieblingsbeschäftigungen gehören damit Singen, Tanzen, Gitarre und Klavier. Aber wir stöbern auch gerne durch die Geschäfte, probieren einfach alles aus und phantasieren, was wozu passt und was man damit machen kann. Wir freuen uns schon sehr auf den Sommer, um baden zu gehen, Picknicks zu machen und wieder mehr auf Wiesen zu spielen. Für mich sind diese Treffen eine wunderbare Möglichkeit, in die heutige Welt der Kinder zu blicken und auch selbst mal wieder spielen und rumblödeln zu können. Ich wollte einfach wissen, ob das meist negative Bild, das durch die Medien über unsere Jugend vermittelt wird, tatsächlich stimmt, und wenn ja, den Jugendlichen helfen und den Druck (z.B. durch Gruppenzwang) nehmen. Ich bin sehr beruhigt, dass in Milenas Umfeld dieses Bild nicht so zutrifft, ich habe allerdings auch schon mit Jugendlichen in sogenannten sozialen Brennpunkten gearbeitet. So eine Patenschaft ist eine wunderbare Möglichkeit, ein bisschen Wissen und Erfahrung weiter geben zu können, ein Kind z.B. ein Stück durch die Pubertät zu begleiten. Ich denke oft, ach hätte mir das doch damals jemand vorher gesagt und mir noch einen Tipp für so manche erste tolpatschige Teenager-Erfahrung gewünscht.
Maya (32) seit zehn Monaten Patin von Milena (10)

